WO EIN WEG IST

 

 

„Da stand der schwule Löwe langsam auf - er hatte gar nicht geschlafen, sondern alles gehört. Die anderen erschraken, er mochte lächeln soviel er wollte, sie hatten doch Angst. Weil er ja so riesig war.

'Ich gehe mit euch' sagte er aber, als wäre das was gutes. Und weil sie alle ganz reglos blieben und ihn bloß anstarrten, erklärte er: 'Weil, das ist gut, mich halten die nicht auf'. Und das war ziemlich glaubwürdig, auch wenn er sich jetzt plötzlich klein machte und dabei ein faltiges Sorgengesicht zog: 'Wollt ihr mich nicht?' Man hörte es kaum.

 

Und dann stand er einfach da, ganz krumm, und wartete ab, was die Kleinen sagen würden. Als könnte er mit ihnen nicht einfach tun, was er wollte. Als wäre ihre Meinung ihm wichtig.“

 

 

 

Ein paar kleine Wesen, die irgendwie anders sind als man sein sollte, suchen einen Ausweg aus dem tiefen Tal, in dem die ganze Welt zu sein scheint.

 

 

Unter ihnen ein Schwein, das sich nicht suhlen mag, geschlachtet werden schon gar nicht, sondern immerzu rennen. Ein Sauseschwein eben.

 

 

Ein grüner Stern, der weder Junge noch Mädchen sein will, sondern von beidem etwas.

 

 

Eine Schlange, die ihre Farben ändern kann, wie ein Chamäleon. Auch hat sie eine enorm große Nase, und selbst wenn sie eine angemessene Farbe trifft, die anderen Schlangen, die gleichfarbigen, lachen trotzdem über sie.

 

 

Ein Mischling, den weder Mutter, eine Meeresschnecke, noch Vater gelungen finden. Der Vater will sogar lieber anonym bleiben.

 

 

Ein Igel mit Wuscheln statt Stacheln. Ein Wunder, dass er noch lebt. Seine Mutter liebt ihn, aber sie kann ihn auch nicht schützen.Die anderen Igel pieksen ihn bei jeder Gelegenheit.

 

 

Und ein grauer Kranich, der sich die Federn grün färbt. Dass darauf 6 Monate Gefängnis steht, schreckt ihn nicht, sagt er, er müsse einfach Farbe haben. Aber er fürchtet sich trotzdem.

 

 

 

Das Rennschwein hat einen Weg gefunden, aber der ist gefährlich, bewacht, und außerdem - wer weiß, was hinter der Welt, die sie kennen, auf sie wartet? Was für ein Leben, oder vielleicht gar der Tod. Keiner weiß das ja.

 

 

Einstweilen treffen die seltsamen Freunde sich im Zoo im Käfig des schwulen Löwen, der scheint immerzu zu schlafen. Jeden Tag gibt es neues zu berichten und zu bedenken, und allen wird immer klarer, dass sie den Weg versuchen wollen. Vielleicht sogar müssen...

 

 

 

 

 

Der Wächter liebt den schwulen Löwen, aber nur heimlich. Trotzdem lässt er die Freunde passieren. Aber er ist ja nicht der Chef... und überhaupt ist das erst der Anfang.

 

 

Ich fände gern jemanden, der das verlegen will und außerdem,

I'll translate this asap